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Nicolas Finks Rede anlässlich der 3.Lesung des Doppelhaushaltes 2020/21

März 27th, 2020 Posted by Medien No Comment yet

Rede von Nicolas Fink anlässlich der 3. Lesung des Doppelhaushaltes 2020/2021

der Stadt Esslingen am Neckar am 17. März 2020

Sperrfrist bis 20.03.2020, 16.00 Uhr

-es gilt das gesprochene Wort-

„In der Krise beweist sich der Charakter. – Helmut Schmidt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

werte Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

die heutige Sitzung wird einen herausgehobenen Platz in der Geschichte der Stadt Esslingen finden. In der Zeit einer historischen Herausforderung sorgen wir heute hoffentlich dafür, dass unsere Stadt handlungsfähig bleibt. Grundlage hierfür ist die Verabschiedung des Doppelhaushalts. Dass unsere Stadt, dass unser Gemeinwesen mit dem Coronavirus so gut wie möglich klar kommt, liegt an vielen engagierten Menschen.

Deshalb auch an dieser Stelle: Großer Dank und Respekt allen, die mit riesigem Einsatz daran arbeiten, dass wir diese Zeit gemeinsam gut überstehen!

Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Bäckereien, die Angestellten in Supermärkten und im ÖPNV – wir spüren in diesen Tagen, wer dieses Land am Laufen hält. Außerdem sollten wir gemeinsam auch den stilleren Helden des Alltags danken. Denken Sie z.B. an den Bereich der Ver- und Entsorgung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kläranlagen, der Wasserwerke und der Stromversorgung. Vielleicht gelingt es uns, diese Anerkennung über die Krise hinaus zu bewahren.

Ausdrücklich beziehen wir in diesen Dank auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Stadtverwaltung mit ein. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Herren Bürgermeister, Sie zeigen Handlungsstärke, Sie geben Orientierung, Sie arbeiten rund um die Uhr um diese Krise zu bewältigen. Ihnen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen wir: Danke! „Business as usual“ ist einer Stadt wie Esslingen schon eine Herausforderung; doch gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig der funktionierende öffentliche Dienst für unsere Stadtgesellschaft ist. Gut, werte Herren, dass wir Sie haben und gut, dass wir eine engagierte Mitarbeiterschaft in unserer Stadt haben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, technisch gesehen ist dies heute die 3. Lesung zum Doppelhaushalt 20/21. Die SPD-Fraktion hatte sich darauf gefreut, mit Ihnen über die diversen kommunalpolitischen Fragen zu diskutieren. Wie sieht eine vernünftige Einnahmestruktur der Stadt aus? Wie gestalten wir einen zeitgemäßen ÖPNV? Wie können wir die Situation auf dem Wohnungsmarkt verbessern? Was können wir gemeinsam im Kampf gegen Rechtsextremismus unternehmen? Diese Fragen haben nichts an Bedeutung verloren. Allerdings werden wir uns mit diesen Fragen dann wieder intensiv beschäftigen, wenn wir die Corona-Herausforderung gemeinsam gemeistert haben.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle den anderen Fraktionen für ein starkes Signal der Geschlossenheit danken. Denn bis vor wenigen Stunden bin ich davon ausgegangen, dass wir in dieser schweren Zeit Geschlossenheit demonstrieren. Dann kam die Nachricht der CDU und der FDP. Dieser Antrag, diese Vorgehensweise ist nicht nur unsolidarisch und politisch waghalsig, sondern verantwortungslos in höchstem Maße. Nicht nur, dass der Antrag handwerklich unterirdisch ist (kein Deckungsvorschlag, kein formulierter Änderungsantrag zum bestehenden Haushaltsplanentwurf); sollte die Position der CDU und der FDP aus unerfindlichen Gründen in die Realität umgesetzt werden, dann stünde die Stadt Esslingen in der größten Krise ohne genehmigungsfähigen Haushalt da und wäre faktisch handlungsunfähig. Die SPD-Fraktion appelliert deshalb an das Verantwortungbewusstsein des gesamten Gemeinderats. Lassen Sie uns gemeinsam einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan verabschieden und lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die SPD-Fraktion bedankt sich ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die heute entsprechend handeln. Dies beinhaltet auch ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen der Freien Wähler, die sich z.B. mit dem Thema „Grundsteuererhöhung“ im Vorfeld schwer getan haben und heute trotzdem zustimmen; dafür unseren ausdrücklichen Respekt!

Ein gemeinsamer Geist ist gerade jetzt eine Chance für die Zeit nach der Pandemie. Die Welt wird danach eine andere sein. Gemeinsam werden wir alles dafür tun müssen, dass unsere Wirtschaft aber auch insbesondere unser kulturelle Einrichtungen diese Krise überstehen.

Kerstin Münstermann vom Hamburger Abendblatt hat dies treffend beschrieben: Corona ist ein soziologisches Experiment, eine Prüfung für Gesellschaften auf der ganzen Welt. Aber es ist auch eine Chance. Zu erkennen, was für ein unersetzlicher Wert ein entspanntes, friedliches, gesellschaftliches Leben ist. Welch Glück ein überwiegend funktionierendes und nicht kaputt gespartes Gesundheitssystem ist. Welche Chancen die Forschung bietet. Dass globale Katastrophen keine Grenzen kennen und man gemeinsam stärker ist als allein.

Dazu gehört, dass die SPD-Fraktion dem vorliegenden Haushaltsplanentwurf -und allen dafür notwendigen Beschlüssen- zustimmt. Wir zeigen Charakter und setzen den Satz „Whatever it takes“ in politisches Handeln um. Wir wissen, dass die Zahlen in wenigen Stunden bereits Makulatur sein werden und wir wissen, dass wir schon sehr bald über einen Nachtragshaushalt beraten werden. Deshalb verzichten wir bewusst darauf, Einzelanträge erneut aufzurufen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Tage, die sich so merkwürdig anfühlen, sind eine gute Zeit, sich klar zu machen, welchen Schatz das menschliche Miteinander in sich birgt. Welch Geschenk eine freiheitliche Gesellschaft bislang war. Es ist auch die Chance, herbeigeredete Krisen von wirklichen zu unterscheiden. Zu sehen, welchen Wert das Miteinander hat. Und den Tag herbeizusehnen, an dem es wieder stattfinden kann.

In diesem Sinne: Passen Sie auf sich und andere auf!

Nicolas Finks „Ode an die Freude“

März 23rd, 2020 Posted by News No Comment yet

 

Ein Zeichen der Solidarität und der Lebensfreude. Die „Ode an die Freude“ in der Dachterrassen-Konzert-Version von Nicolas Fink.

https://www.facebook.com/nicolas.fink.mdl/videos/2920406184648603/

Nicolas Finks Haushaltsrede für die SPD-Fraktion im Gemeinderat

Februar 18th, 2020 Posted by Nicks Blog No Comment yet

https://youtu.be/93W838RoSLA

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

werte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

„vor allem darf niemals das Laster des Murrens aufkommen, in keinem Wort und in keiner Andeutung, was auch immer als Anlass vorliegen mag“ – inspiriert von der Haushaltsrede unseres Finanzbürgermeisters habe ich diese Regel in den Vorschriften des Zusammenlebens der Benediktiner-Mönche gefunden. Dieses „Bruddel-Verbot“ fällt uns Mitgliedern des Gemeinderats natürlich schwer. Schließlich ist unsere Aufgabe als Hauptorgan auch die Kontrolle der Verwaltung. Dies geht oftmals mit Kritik und mit deutlich vernehmbarem Murren einher. Staus, Baustellen, PCB-Diskussionen und insbesondere fehlende Kommunikation geben einem durchaus auch Anlass, dass wir unsere Kritik manchmal auch äußern müssen. Gleichzeitig fallen mir auch die Worte unsere Bundesaußenministers Heiko Maas ein, der beim SPD-Neujahrsempfang gesagt hat: „Deutschland wird nirgends so kritisch gesehen, wie in Deutschland selbst“. Dies lässt sich sinngemäß auch auf Esslingen übertragen: „Esslingen wird nirgends so kritisch gesehen, wie in Esslingen selbst“. Vielleicht fällt mir dies als Neubürger besonders auf: Esslingen ist eine lebendige und besonders schöne Stadt, die von Vielfalt und Engagement getragen wird und grundsätzlich ist es ein Glück, hier leben zu dürfen.

Vielleicht sollten wir alle regelmäßiger diese guten Seiten unserer Stadt betonen. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Esslinger-Welt nur durch eine rosarote Brille wahrnehmen sollten. Aber gerade in der jetzigen Zeit müssen wir echten Demokraten aufzeigen, dass wir ein gelingendes Zusammenleben organisieren und den Menschen ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand ermöglichen können. Dies ist das beste Mittel gegen die Gefahr vom rechten Rand. Auch wir Gemeinderäte müssen gemeinsam laut sein, auch wir müssen den Grundsatz „Nie wieder“ mit Leben füllen, auch wir müssen unsere Demokratie jeden Tag verteidigen. Auch wir müssen klare Kante gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus zeigen.

Deshalb haben wir einen Vorschlag zur Neuausrichtung des Theodor-Haecker-Preises beantragt. Lassen Sie uns inhaltlich darüber diskutieren, aber um Himmels willen nicht unter fiskalischen Gesichtspunkten. Wer hier zu sparen versucht, spart an der absolut falschen Stelle!

Meine sehr geehrten Damen und Herren, den Alltag der Menschen verbessern, das ist unsere Aufgabe, gerade auf der kommunalen Ebene. Zusammenhalt und Teilhabe sind hierfür entscheidend. Um beides zu ermöglichen, brauchen wir eine starke Stadt. Für die SPD-Fraktion steht fest: Wir brauchen eine Stadt, die sich mehr kümmert! Ausdrücklich begrüßen wir die millionenschweren Investitionen in den Wohnungsbau, in die Schulen, in die Kitas, in den ÖPNV und in die kommunale Infrastruktur. Und wir stellen uns der Tatsache, dass dies seriös finanziert werden muss. Wir tragen deshalb auch den im Haushaltsplan vorgesehenen Grundsteuerhebesatz mit, der übrigens schlicht und ergreifend geltende Beschlusslage ist. Wer diese Beschlusslage verlässt, muss konkret benennen, was in unserer Stadt nicht gemacht werden soll. Erstaunlich findet die SPD-Fraktion, welche Interessengruppen sich plötzlich angeblich für die Interessen der Mieterinnen und Mieter stark machen. Wir werden sie auch bei zukünftigen Diskussionen an diese Haltung erinnern. Die Hauptursache für steigende Mieten ist ganz sicherlich nicht die Grundsteuer. Dieses Argument ist vorgeschoben und durchschaubar. Wohnobjekte und Grundstücke sind zu Spekulationsobjekten geworden. Der freie Markt versagt hier, da Wohnen immer mehr zum Luxus wird, obwohl es ein Menschenrecht ist. Betrachten wir den Mietspiegel der Stadt Esslingen aus dem Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2020, so stellen wir fest, dass die Miete für eine 100 qm-Wohnung um 3,6% auf durchschnittlich 841 EURO im Monat gestiegen ist. Rechnen wir die Grundsteuererhöhung dazu, so steigt die Miete um weitere 0,2%. Nochmal: Der neue Grundsteuerhebesatz sorgt also für eine Steigerung von 0,2%! In meinem Beispiel sind das weniger als zwei EURO im Monat. Das ist die Dimension von der wir reden! Auch dank der Grundsteuer werden wir aber in die Lage versetzt, 10 Millionen EURO in bezahlbares Wohnen zu investieren. Mit diesen Investitionen wirken wir der nicht hinnehmbaren Marktsituation entgegen, und so helfen wir den Menschen konkret und nachhaltig!

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben im Rahmen der Klausur festgestellt, dass der Entwurf des Doppelhaushalts das Ergebnis von diversen eigenen Beschlüssen unseres Gemeinderats ist. Im übertragenen Sinn haben wir also ein Menü bestellt und bekommen nun die Rechnung dafür serviert. Wer nun das Bezahlen (zudem auch die Grundsteuer gehört) verweigert, der handelt nicht nur unredlich, sondern betreibt politische Zechprellerei.

Noch spannender wird diese Haltung, wenn wir uns die Haushaltsplanberatungen des Landkreises anschauen. Nach den Regeln der Benediktiner gilt: „Jedem wurde soviel zugeteilt, wie er nötig hatte“. Dass der Landkreis beinahe mehr bekomme hätte, als nötig war, lag an einer eigentlich nicht-denkbaren Konstellation. Die Grünen im Kreis stimmten gemeinsam mit der CDU, der AfD und den Republikanern für einen Kreisumlagehebesatz von 32 Punkten. Ich bin den Freien Wählern, der FDP und der Linken im Kreis dankbar, dass sie gemeinsam mit der SPD für eine Mehrheit von 31 Punkten gesorgt haben. Wäre diese Mehrheit nicht zustande gekommen, würden unserem städtischen Haushalt im Jahr 2020 1,7 Millionen EURO und im Jahr 2021 2,6 Millionen EURO fehlen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, mich würde schon interessieren, wie wir das in unseren Haushaltsplänen hätten darstellen sollen.

Doch bleiben wir beim Thema „Wohnen“. Bezahlbares Wohnen ist die vielleicht drängendste politische Frage unserer Zeit. Sie ist eine soziale Frage für fast alle. Wohnungssorgen begleiten einen Großteil der Menschen in Esslingen. Es fehlen bezahlbare Wohnungen und das Angebot passt nicht zum Bedarf. Wir machen uns auf den Weg, das zu ändern, und haben deswegen viele gute Maßnahmen beschlossen: Wir stehen zum Esslinger Modell und zu den Investitionen z.B. in der Alleenstraße.

Aus Sicht der SPD-Fraktion gibt es aber weiteren Handlungsbedarf: Die konsequente Nutzung von Wohnraum gehört dazu, die Mietpreisbegrenzung, aber auch die konkrete Umsetzung des Flächennutzungsplans. Wir haben in Esslingen viele gute und notwendige Konzeptionen, wie z.B. die Klimaschutzkonzeption und die Kulturkonzeption. Was uns fehlt ist ein „Masterplan Wohnen“. Wir wollen der Arbeit am Thema „Wohnraum“ eine Struktur geben und damit auch die notwendige hohe Priorität verleihen.

Wir stellen deshalb folgenden Antrag: Im Rahmen eines „Masterplan Wohnen“ berichtet die Verwaltung, wie die konkrete Umsetzung des Flächennutzungsplans geplant ist. Hierbei sollen insbesondere folgende Fragen beantwortet werden: Wann werden die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohngebiete erschlossen? Wann stehen nach dieser Planung wie viele zusätzliche Wohnungen zur Verfügung? Welche städtischen Grundstücke können zusätzlich für bezahlbaren Wohnraum verwendet werden? Welche Vorstellungen und Instrumente hat die Verwaltung dazu? Unser Ziel dabei: Schnell möglichst viel Wohnraum für alle Gruppen unserer Stadtgesellschaft!

Meine sehr geehrten Damen und Herren, neben dem Wohnen spielt auch die Mobilität eine entscheidende Rolle für den Alltag der Menschen. Die SPD-Fraktion steht für einen starken ÖPNV, dessen Ausbau wir in Quantität und Qualität unterstützen. Dies ist ein entscheidender Baustein unserer Klimaschutzkonzeption, weshalb wir voller Überzeugung für den Ausbau des Oberleitungsnetzes gestimmt haben. Zur Attraktivität zählt für uns auch der barrierefreie Ausbau der Haltestellen, der bei einer besseren Finanzlage, gerne noch etwas schneller vorangetrieben werden darf. Zur Wahrheit gehört: Der Bus wird nur dann häufiger genutzt werden, wenn er nicht auch im Stau steht. Deshalb brauchen wir mehr eigene Busspuren. Auch wenn das nicht sofort populär erscheint: Das Gemeinwohl tausender Fahrgäste ist höher anzusetzen als das Privatinteresse eines einzelnen öffentlichen Parkplatzes vor der Haustür. Ein stärkerer und konsequenter Umstieg auf den ÖPNV hilft uns schließlich nachhaltig dabei, das Klima zu schützen und die Stausituation in der Stadt zu verbessern. In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch alle Initiativen, die unseren ÖPNV stärken. Das Bürgerbus-Modell, das uns in Wäldenbronn vorgelegt wurde, sorgt für eine dringend notwendige Anbindung von Serach und der Talstraße. Wir weisen auch darauf hin, dass der Bereich der Bärenwiesen nicht vergessen werden darf. Dass ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer bereit sind Verantwortung zu übernehmen und die eigentlich kommunale Aufgabe eines attraktiven ÖPNV mit zu gestalten, verdient größten Respekt und Anerkennung. Die Verwaltung hat zugesagt hier gemeinsam mit dem VVS eine Konzeption zu erarbeiten. Darauf vertrauen wir, weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Antrag formulieren, sondern zunächst die versprochene „zufriedenstellende Lösung“ zur Anbindung des Esslinger Nordens abwarten.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Attraktivität des ÖPNV ist natürlich die Preisgestaltung. Gerne erwähne ich die Tarifzonenreform und das von uns initiierte Stadtticket. Die Zielsetzung muss allerdings ein 365 EURO-Jahresticket nach Wiener Modell sein. Im Kreis haben wir deshalb beantragt, dass sich der VVS als Modellregion für dieses Vorhaben beim Bund bewirbt. Da der Ausgang allerdings ungewiss ist und die derzeitige Konstellation in der Landesregierung leider auch keine schnelle Lösung verspricht, müssen wir uns auf unsere Esslinger Möglichkeiten begrenzen. Das von uns initiierte Esslinger Stadtticket ist zweifellos ein großer Erfolg, deshalb sollten wir gemeinsam überlegen, wie wir diese Erfolgsgeschichte weiter schreiben können.

Deshalb unser zweiter Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem VVS und dem Landkreis, die Einführung eines 365-EURO-Jahresstadttickets zu untersuchen und die Ergebnisse dem Gemeinderat zu präsentieren.

Bei allen Mobilitätsdiskussionen vergisst die SPD-Fraktion auch nicht die Autofahrer oder die Fahrradfahrer. Aber eben auch nicht die Fußgänger! Eine große Anzahl von Menschen bewegt sich zu Fuß durch unsere schöne Stadt, ohne allerdings einen starken Lobbyverband zu haben.

Wir berücksichtigen das Interesse der Fußgänger und zeigen dies auch mit unserem Antrag Nummer drei: Entsprechend des Beschlusses des Mobilitätsausschusses vom 22. Januar wir die Beleuchtung des Fußwegs von Rüdern nach Obertürkheim und des Fußwegs von der Neckarhalde nach Mettingen umgesetzt. Die Deckung erfolgt über den Haushaltsposten 7.5410.0040 (DEZII TH66 5410-166) „Straßenbeläge“.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, für die SPD-Fraktion steht fest: Kultur ist kein Luxus! Sport, Kunst und Kultur sind Eckpfeiler für Teilhabe und Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Wenn versucht wird, kulturelle Einrichtungen gegeneinander auszuspielen, dann wird die SPD-Fraktion dies nicht zulassen. Wir schätzen die kulturelle Vielfalt unserer Stadt und werden uns weiterhin auch für deren auskömmliche Finanzierung einsetzen – auch und insbesondere für das Kommunale Kino!

Wie groß das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an ihren Kultureinrichtungen ist, hat gerade auch der Bürgerentscheid zur Stadtbücherei gezeigt. Die SPD war stets für eine Modernisierung und Erweiterung der Stadtbücherei am gegenwärtigen Standort in der Heugasse. Im Bebenhäuser Pfleghof hat das größte „Bürgerhaus“ Esslingens Zukunft, stößt auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, füllt ein Baudenkmal dauerhaft mit öffentlichem Leben und vereint so Tradition und Moderne unter einem Dach. Der Bebenhäuser Pfleghof ist für uns beides zugleich: Herzens- und Überzeugungssache. Für unsere zukünftige Bücherei gilt: Die Form folgt der Funktion, weshalb wir das Ergebnis des Architektenwettbewerbs begrüßen und zügig umgesetzt sehen möchten. Die für uns sehr wichtige, konsequente Beteiligung der Bürgerschaft wurde von der Verwaltung zugesichert.

Dies führt uns zu unserem Antrag Nummer vier: In der Vorlage 41/120/2019 wurde im Kulturausschuss mitgeteilt, welche Mittel zur Finanzierung benötigt werden, damit der Design Thinking Prozess und damit die Bürgerbeteiligung erfolgreich durchgeführt werden können. Im Entwurf des Doppelhaushalts wurden diese Mittel reduziert. Wir möchten wissen warum!

Die Beschränkung der Redezeit sorgt dafür, dass ich zwei weitere Themen nur kurz streifen kann:      1. Die Entwicklung des Sportparks Weil ist ein Meilenstein für den Esslinger Sport, der ohne die SPD nicht möglich gewesen wäre. Darüber freuen wir uns. Die Sanierung unserer Sportstätten wird uns auch in der Zukunft intensiv beschäftigen. Für die SPD-Fraktion steht fest: Die Esslinger Vereine brauchen für ihre wertvolle Arbeit auch geeignete Sportstätten. Hier fällt uns insbesondere auch die Schelztorhalle ein, deren Zustand besorgniserregend ist. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung uns über den Zustand und die zukünftige Nutzung der Halle zeitnah informieren wird. 2. Dass wir in Esslingen in den nächsten Jahren 100 Millionen EURO in unsere Schullandschaft investieren, ist die beste Art, öffentliche Gelder zu verwenden.

Unser abschließender Dank gilt Herrn Oberbürgermeister Zieger, Herrn Finanzbürgermeister Rust, Frau Strohbach und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die bewährt zuverlässige Erstellung des Planwerks. Auch schlechte Zahlen sind bei Ihnen in guten Händen. Gleichzeitig danken wir allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihre tatkräftigen Beiträge zu unserem öffentlichen Leben, sei es in den Vereinen, in den Kirchen oder in den Einrichtungen unserer Stadt, sei es im Haupt- oder im Ehrenamt.

Von John F. Kennedy stammt das Zitat: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo andere reden“. Dass wir heute reden, finde ich in Ordnung. Aber lassen Sie uns ab morgen gemeinsam anpacken, damit unsere Bürgerinnen und Bürger trotz aller Herausforderungen, die auf uns zukommen, sagen können: „Ein Glück, dass wir Esslinger sind“. Ich jedenfalls sage das von mir – und Sie doch hoffentlich auch.

Handballwoche mit Nicolas Fink

Februar 17th, 2020 Posted by News No Comment yet

Nicolas Fink ist ein Sportsfreund – und möchte den Sport in der Region unterstützen.

In seiner Nick on Tour-Handballwoche begleitet er die Spiele in den höheren Ligen.

Spiele und Termine an denen Nicolas Fink dabei ist:
M-WL-Süd   21.3.2020    20:15 Uhr      SG  Hegensberg-Liebersbronn-TV Gerhausen
Spielort Esslingen 
M-WL-Süd   18.4.2020    17:30 Uhr      TSV Wolfschlugen-TV Altenstadt
Spielort Wolfschlugen 
M-BWOL     19.4.2020     17:00 Uhr      TSV Neuhausen-NSU Neckarsulm
Spielort Neuhausen
M-WL-Süd    9.5.2020     19:30 Uhr      HSG Ostfildern-HSG Lang/Elch
Spielort Scharnhausen
F-BWOL      19.4.2020      17:00 Uhr     TV  Nellingen 2-HB  Ludwigsburg
Spielort Nellingen
17.-19.7. 2020 Marktplatzturnier Esslingen
Spielort Marktplatz Esslingen

Nicolas Fink at Work.

Februar 17th, 2020 Posted by News | Kommunalpolitik No Comment yet

Heute Nachmittag hält Nicolas Fink für die SPD Fraktion seine Rede zum Haushaltsplan.

Es wird fleißig daran gearbeitet…

Mehr dazu morgen in seinem VLog!

WhatsApp Bürgersprechstunde mit Nicolas Fink

Januar 31st, 2020 Posted by Medien No Comment yet

Treffen Sie Nicolas Fink bei seiner digitalen Bürgersprechstunde auf WhatsApp. Der Landtagsabgeordnete antwortet Ihnen während den Sprechstundenzeiten auf Bild, Text- und Sprachnachrichten. Anrufe oder Videoanrufe sind nicht möglich. Die Zeiten entnehmen Sie bitte dem WhatsApp-Status, hier auf der Homepage oder auf Facebook und Instagram. Einfach Telefonnummer bei WhatsApp speichern und Nachricht schicken! 0157-30706853

Nächster Termin ist am Montag, 2. März 2020 von 10-12 Uhr.

 

Nicolas Finks Rede im Landtag zu Brexit

Januar 30th, 2020 Posted by Medien, News No Comment yet

Nicolas Finks Rede am 29.1.2020 im Landtag von Baden-Württemberg zu Brexit und was Star Wars und Meister Yoda damit zu tun haben.

 

https://youtu.be/03LKc2jM0UQ

Nicolas Fink beim Empfang zum Wechsel des Fraktionsvorsitz der SPD Esslingen

Januar 24th, 2020 Posted by News | Kommunalpolitik No Comment yet

Am Dienstagabend durfte Nicolas Fink im Rahmen einer Feier das Amt des Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktion von Andreas Koch übernehmen. Etwa 200 Gäste waren anwesend und nach großartigen Reden von Daniel Blank, Vorsitzender der SPD Esslingen; Oberbürgermeister Jürgen Zieger; Wolfgang Drexler, ehemaliger MdL und amtierender Stadtrat; Carmen Titel, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Esslingen; Andreas Koch, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der SPD; Heidi Bär, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Nicolas Fink durften über die Amtszeit und die hervorragenden Leistungen Andreas Kochs sprechen und erzählen. Voller Freude – aber auch mit einem tränenden Auge. Eine gelungene Veranstaltung mit rührenden Ansprachen und herzlichen Begegnungen.

 

 

 

 

 

 

https://youtu.be/4XHly-H94r0

Füreinander – ein Statement von Nicolas Fink

Januar 21st, 2020 Posted by Medien No Comment yet

Letzte Woche hat der Landtag von Baden-Württemberg mit der CONMEDIA gedreht. Interviewt wurden Abgeordnete des Landtags, Studentinnen und Studenten sowie die Landtagspräsidentin. Hier Nicolas Finks Statement zum Thema Füreinander…

https://www.facebook.com/LandtagBW/videos/2568176036803688/?t=19

 

Neujahrsempfang der SPD Kreisverband Esslingen

Januar 20th, 2020 Posted by News | Landespolitik No Comment yet

Der Kreisvorsitzende der SPD Michael Beck konnte im bis auf den letzten Platz besetzten Saal viele Gäste aus Politik und Gesellschaft beim Neujahrsempfang des SPD Kreisverbandes Esslingen in Unterensingen begrüßen.

Bundesaußenminister Heiko Maas war als Gast mit dabei als auch der Bundestagsabgeordnete Nils Schmid. Andreas Kenner und Nicolas Fink als Landtagsabgeordnete der SPD und der Vorsitzende im Kreistag Michael Medla , der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger und viele weitere bekannte Gäste.

Heiko Maas schlug in seiner Rede einen Bogen von den Herausforderungen unserer Demokratie durch Hass und Hetze insbesondere in den Sozialen Medien, bis zu den aktuellen Krisen dieser Welt.

 

Herzlichen Dank unter anderem an Ingrid Müller, die Vorsitzende des SPD Ortsvereins Unterensingen und ihr Team, für die tolle Organisation und an Rainer Arnold und Akustik Tree für die gelungene musikalische Gestaltung des Abends.

 

https://youtu.be/cz_jxzxJDvg